ExVoCo

Expanded Voice Company

Category: Veranstaltungen

Installation mit Langen Saiten (zwischen e und f)²

Stuttgart, Stadtbibliothek 03. und 04.07.2015

Konzert-Performance Lange Saiten und Stimme
aufgeführt von EXVOCO, Stuttgart sowie Renate Hoffleit und Michael Bach Bachtischa

zwischen e und f 3

“Der Projekttitel bezieht sich auf den quadratischen Grundriss des Innenkubus Herz der Stadtbibliothek Stuttgart, d.h. auf dessen Kantenlängen von je 14,65 m – ein Maß, das als gespannte Saite eine Frequenz von 171,3 Hertz erklingen lässt, hörbar als ein Ton zwischen e und f. 33 dünne Stahlsaiten werden durch den gesamten Luftraum des Kubus gespannt und von Saitenspielern zum Erklingen gebracht. Dabei wird ein Tonhöhensystem auf der Basis der konkreten Saitenlängen hörbar.
Die Spielstätten und „Bühnen“ für die Akteure sind die umlaufenden Etagenflure mit ihren zum Kubus hin symmetrisch angeordneten, gleichgroßen, fensterartigen Öffnungen, welche Ausblicke in den Innenhof des Kubus bieten. Das Projekt möchte die Wahrnehmung von Raum, Zeit und Klang vertiefen, bezogen auf einen Ort, der paradoxerweise dadurch seine Individualität erhält, dass er in einfachster und allgemeingültiger Weise, nämlich als Würfel gestaltet ist.” RHMBB 2014

zwischen 3 und f 3 2

Das Projekt wird vom Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg finanziell gefördert.
Die Stadtbibliothek Stuttgart unterstützt als Kooperationspartner das Projekt
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Galeriekonzert zur Ausstellung Menschenbilder

Stuttgart, Atelierhaus Filderstr. 34   06.06.2015

35. Evangelischer Kirchentag Stuttgart
Galeriekonzert zur Ausstellung Menschenbilder

Stuttgart Kirchentag

Virtuose Wortmusik – Arp, Schwitters, Mon

Ein Lautspektakel: EXVOCO bringt konkrete Poesie auf die Bühne: hintergründige Dada-Szenen von Hans Arp und Kurt Schwitters und die heiter turbulente Figurenwelt von Franz Mons “herzzero”. Die Bar im Atelierhaus ist zur Einstimmung schon vor Konzertbeginn ab 19.00 Uhr geöffnet.

Samstag, 6.6.2015, 20.00 – 21.00 Uhr, Eintritt frei

Sextuor ou l’origine des espèces

Stuttgart, Museum am Löwentor 17.05.2015

Sextuor ou l’origine des espèces

Musiktheater von Georges Aperghis (1992)

Libretto: François Régnault nach Charles Darwin

Eine Produktion von VIL-Stuttgart, Vokal- und Instrumentallabor Stuttgart und EXVOCO

Charles Darwin

Charles Darwin

Eine Veranstaltung des Stuttgarter Schriftstellerhauses im Rahmen des Projekts “Stuttgart liest ein Buch – Der Hals der Giraffe von Judith Schalansky”

“Noch hat der Mensch zu keiner Zeit das Vermögen seiner Intelligenz derart eingesetzt, dass er sich verantwortungsvoll gegenüber der Schöpfung verhalten hat. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts besteht angesichts der technischen Machbarkeit sogar die Möglichkeit, sich selbst als Schöpfer zu begreifen.

Das experimentelle Musiktheater von G. Aperghis setzt sich auf der Grundlage von Darwins Theorien im Naturkundemuseum zwischen den beeindruckenden Exponaten mit diesen Fragen auseinander.
Die Einführung beginnt um 19 Uhr, das Konzert um 19.30 Uhr, Dauer 60 min. Beachten Sie die Anfahrtsmöglichkeiten

Mitwirkende: Alessia Park, Sopran; Christie Finn, Sopran; Natasha Lopez, Sopran; Gabi Lesch, Mezzosopran; Hanna Roos, Alt; Esther Saladin, Cello; Annette Wolf, Videokonzeption; Prof. Frank Wörner, Musik. Leitung/Regie”

http://www.stuttgart-liest-ein-buch.de/termin/sleb2015-konzert/

Eintritt frei.

Vernissage zur Kunstausstellung “SCHWARZ.WEISS.GLAUBE”

Stuttgart-Vaihingen, Gemeindezentrum Christus König 09.05.2015

Vernissage zur Kunstausstellung “SCHWARZ.WEISS.GLAUBE”

Stuttgart-Vaihingen_Kath._Christus-König-Kirche (1)“Ist die Welt schwarz oder weiß? Oder beides? Und welche Rolle spielt dabei der Glaube? Fragen, die wir uns angesichts der zunehmend bedrohlichen Entwicklungen im Weltgeschehen immer wieder stellen. Für seine 13. Ausstellung hat sich der Kunsttreff Christ König in S-Vaihingen die Aufgabe gestellt, dem Themenkreis „SCHWARZ.WEISS.GLAUBE“ mit künstlerischen Mitteln zu begegnen. Da mag es klare und eindeutige „Aussagen“ geben, aber auch viele nachdenkenswerte Anstöße.

Es stellen aus: Michaela Angerer, Barbara Berger, Agnieszka Engelmann, Detlev Fehrenbach, Michael Gabel, Dieter Groß, Jörg Huber, Ingrid Kempf, Günter Kreuzer, Bettina Motschenbacher, Waldemar Schenk, Hanns Joachim Will, Ralf Wrage und die Gruppe Esperanza.

Traditionell soll die Vernissage am Samstag, 9. Mai 2015, 19.30 Uhr, zu einem besonderen Event werden, indem die international bekannten Künstler Hanna Aurbacher und Ewald Liska die Ausstellungseröffnung mit „Stimmen“ integrativ bereichern. Mit ihrer Virtuosität zwischen Sprache und Gesang, zwischen Musik und Poesie geben die Stimmen von EXVOCO diesem Abend einen unverwechselbaren Klang. Sie überraschen mit futuristischen und dadaistischen Preziosen des frühen 20. Jahrhunderts und mit neuen musikalischen Improvisationen. So wird der Bogen des vielschichtigen Themas „SCHWARZ.WEISS.GLAUBE“ mit vokalen Fantasien gespannt.

Es sprechen Pfarrer Stefan Ruf und Michael Gabel. In die Werke führen ein: Michaela Angerer und Dieter Groß. Anschließend besteht Gelegenheit, mit den Künstlerinnen und Künstlern zu diskutieren und Fragen zu stellen.”

Gesprächskonzert in der Reihe „Resonanz Musik”

Esslingen, Stadtbibliothek   15.01.2015

Vorankündigung Esslinger Zeitung, 14. 01. 2015

15-01-2015 EZ Vorankuendigung


 

Kreatives Kauderwelsch und Klangcollagen

Kritik Esslinger Zeitung, 17. 01. 2015

ESSLINGEN: Das Trio Exvoco bietet dem Publikum der Reihe „Resonanz Musik“ im Kutschersaal überraschende Hörerlebnisse

Von Rainer Kellmayer

Was ist Kunst? Eine einfache Antwort auf diese komplexe Frage hat der deutsche Maler und Dichter Kurt Schwitters bereits 1926 gefunden: „Kunst ist Rhythmus.“ Rhythmus als ordnendes und gestaltendes Element zog sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge eines vom Verein Tonart und der Stadtbücherei Esslingen im Kutschersaal veranstalteten Gesprächskonzertes.

Zum Auftakt eines dreiteiligen Programmschwerpunkts in der Reihe „Resonanz Musik“ widmete sich das Trio Exvoco mit einem vielschichtigen Programm der Sprache als Kunstform. Angelika Meyer, Frank Wörner und Ewald Liska zeigten eindrucksvoll, welch mannigfache Bandbreite an Lauten, Geräuschen und perkussiven Mustern mit Hilfe von Stimmbändern, Zunge und Lippen produzierbar ist.

Der Komponist und Autor Gerhard Rühm verwendete in seinen dokumentarischen Sonetten gewöhnliche Zeitungstexte: Er stellte sie um, brachte sie in Versform. Durch fünf vorgegebene Betonungen pro Zeile änderten sich Wortsinn und Sprachmelodie völlig, erhielt der Text einen rhythmischen Puls. Während Georges Aperghis in seinen „Recitations“ ostinate Sprachmuster einsetzte, machte Dieter Schnebel seine „Redeübungen für Hand und Mund“ zum darstellerischen Gesamtkunstwerk. Ewald Liska setzte die rhythmisierte Sprache – synchronisiert mit einzelnen Vokalen zugeordneten Handbewegungen – äußerst virtuos um und verausgabte sich dabei so sehr, dass er am Ende des theatralischen Events erschöpft über dem Notenständer zusammensank.

Der Dadaismus stellte die Abstraktion und Schönheit der Kunst in Frage, zerstörte sie durch Parodie und satirische Überspitzung. Prominente Vertreter dieser Kunstrichtung vom Beginn des 20. Jahrhunderts waren Hugo Ball sowie Richard Hülsenbeck, Marco Janko und Tristan Tzara. Hugo Ball verwendete in seinen Klanggedichten von 1916 gebetsmühlenartig repetierte Silben, mischte sie mit Alltagsgeräuschen, färbte sie durch verschiedene Tonhöhen und -farben. Mit brillantem Stimmeinsatz setzte das Trio Exvoco das „Simultangedicht“ um, unterhielt sich gleichzeitig in Deutsch, Englisch und Französisch über die Probleme der Wohnungssuche in einer Großstadt: ein wildes Kauderwelsch, das sich zur vielschichtigen Klangcollage mauserte.

Ganz anders Jan Kopps „Spiegelfechtereien“ von 2006, die einen Solisten ins Zentrum stellen, der sich selbst und am Ende auch dem Publikum den Spiegel vorhält. Frank Wörner brannte ein Feuerwerk vokaler Aktionen ab, produzierte Sprachfetzen, punktuelle Tonmuster, sirenenartige Glissandi und verschiedenste Geräusche – ein buntes Kaleidoskop der Klangmalereien. Nach den schillernden Farbspielen von John Cages „Aria“ brachte Exvoco zum Schluss einen Klassiker der Neuen Musik, Kurt Schwitters’ „Sonate in Urlauten“ aus dem Jahr 1923. Mit dieser Lautdichtung bewegten sich Angelika Meyer, Frank Wörner und Ewald Liska an der Grenze zwischen Sprache und Musik, sorgten für facettenreiche Färbungen und lautpoetische Virtuosität. Routine paarte sich mit Kreativität und stimmlicher Wandlungsfähigkeit: Man hörte eine profunde, von Authentizität getragene Wiedergabe.

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